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liebe rezensenten: das war ja mal nix.
„Nach ersten Recherchen war Meine Skepsis zu diesem Album und Interpreten sehr groß“ – meine auch. und bleibt es.
wenn nicht politisch, dann auf jeden fall intellektuell, denn diesem satz „Ein eindeutiger Hinweis darauf, dass es sich keinesfalls um rechte Propaganda handelt, sind die Booklet- und Hörzitate von T.W. Adorno“ muss man wohl nichts hinzufügen. aua! hauptsache ein sample eines nicht-nazis nehmen und schwupps ist man raus aus der sache?
die ganze aufmachung strotzt nur so von nazi-ideologie, wird dann aber hanebüchen mit völlig wirren argumenten entkräftet und auf die heutige gesellschaft im jetzigen (demokratischen!) system übertragen. na klar kennt heute jeder orwell, huxley, bradbury und co., und was man in der zeitung so liest lässt auch öfter berechtige trübungen aufkommen.
doch mit sätzen wie diesem: „Die CD bedient sich lediglich der Formeln des Nationalsozialismus, um insbesondere zu diesem Thema Kontinuität zu beschreiben“ fällt einem nichts mehr ein. grottig! unterirdisch! dumm!!
aber für alle, die dann immer noch zweifeln, gibt es schließlich als krönenden abschluss eine „unbedingte empfehlung „ für
„Freunde von Eisensonne… oder ähnlich Politik- und Gesellschaftskritischer Musik“.
Im Impressum der Seite von Eisensonne steht der name Runhardt Scheffler, auch bekannt als NPD-Politiker im Kreis Spreewald.

m.b am 13. Oktober 2009 um 17:55

Hallo m.b,
zu erst einmal danke für deinen ausführlichen Kommentar und der Aufklärung bzgl. der Person hinter Eisensonne. Wer genau Eisensonne ist, ist mir hier gar nicht bewusst gewesen.

Dazu muss ich aber sagen, das du den Satz etwas falsch interpretiert hast.
Ich kenne von Eisensonne lediglich den Track von der Zillo. Dieser ist auf musikalischer Ebene recht ähnlich zu dem Song “Unsere Todfeinde”.
Ebenso finde ich das gewisse Parallelen zu OT da sind. Diese wurden Vorgeschlagen, ebenso wie “Politisch- und Gesellschaftskritische Musik”.

Um nun auf deine weitere Verteufelungen zurück zu kommen. Wenn ich das richtig Interpretiere, dann möchtest du dieses Werk als ein weiteres Werk verteufeln, welches mit versteckter Nazi-Botschaften dient.

Dazu möchte ich dir ans Herz legen, das ich mittlerweile mit dem Künstler im näheren Kontakt stehe und wir – gerade die letzten paar Tage – über das Thema gesprochen habe.

Eines seiner größten Bedenken war das dieses Werk falsch interpretiert werden könnte. Dies war natürlich abzusehen, weil es immer wieder diese “Antifa-Polizei” gibt, die alles und jeden Verteufelt ohne dabei zu Fragen, was natürlich Schade ist.

Vielleicht solltest du dir dieses Werk einmal anhören und dich auch damit auseinander setzen, wie du es mit der Webseite von Eisensonne gemacht hast, falls das noch nicht geschehen ist.

Was den Kommentar angeht, das man Zitate von “Nicht Nazis” nutzt um sich damit aus der Affäre zu ziehen, kann ich dir weiterhin nur nahe legen das Album zu hören. “Fearsome Freezone” z.b. nutzt diverse Zitate und Lied-Stellen aus dem Dokumentarfilm “Shoah”. Dies sorgt dafür – und so habe ich das Gefühl – das man darüber nachdenkt was man zu hören bekommt. Und dabei ist die Message wirklich “eindeutig” wenn man nur etwas überlegt.

Um noch einmal auf den Vorwurf “meiner Empfehlung” zurück zu kommen. Ich habe glatt das Gefühl als wollest du mir selbiges Unterstellen.
Dabei sage ich es dir gerne noch einmal wie ich dazu stehe. Ich kann Nationalsozialistische, Rechte und Faschistische Meinungen größtenteils absolut nicht nachvollziehen und sehe es als Menschliche Dummheit an. Aber in die selbe Schublade stecke ich die Linken – welche ohne zu Fragen die Gegenseite in einen Topf wirfst – denn damit macht sie den selben Fehler.

Man soll Überlegen, denken und vor allem selber Hinterfragen und sich nicht jeden Bären aufbinden lassen. Und immer zu behaupten “bähh, das ist Rechts” macht auch keinen besseren oder Intelligenteren Menschen – was viele ja von sich denken.

Bieberpelz am 13. Oktober 2009 um 21:58
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