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“Take this Rave out of my Goth/Industrial.”

Lieblich und treffend beschreibend <3
Auch netter Text, durchaus unterhaltsam. wenigstens etwas, das die Scheibe bringt.

Gussi am 15. Juli 2009 um 18:24

Das dachte ich auch, ein sehr gut formulierter Text und ich liebe deine Schreibweise dafür, die Kommentare und Leute die sich über dich aufregen umso mehr <3

Bieberpelz am 15. Juli 2009 um 20:13

Warum krieg ich das denn nie mit, wenn sich Leute aufregen? -.-

Fenriz am 15. Juli 2009 um 20:57

Nene, ich meinte schon in Review-Kommentaren :)
Wo du dich rechtfertigen wolltet ^^

Bieberpelz am 15. Juli 2009 um 21:27

saugeil !

endlich mal ne ungeschminkte aussage.. ich kann dieses zeug auch nicht mehr hören. auch wenn ichs liebe, zu dunklem electro zu tanzen. aber in letzter zeit kommt man sich immer mehr vor, als wenn einem in den schwarzen clubs heimlich ne loveparade untergeschoben werden soll….

weiter so und daumen hoch ! ;)

rusty am 15. Juli 2009 um 21:51

Rusty, wir verstehen uns :)

Bieberpelz am 15. Juli 2009 um 22:22

Hallo zusammen!

Ich bin der Verantwortliche für dieses Album, welches hier gerade so genüßlich verrissen wird. Grundsätzlich ist es gut, wenn jeder seine Meinung haben darf. Aber es wäre auch gut, wenn derjenige, der hier seine Meinung schreibt auch ein bisschen Ahnung von der Thematik hätte mit der er sich befasst. Also zur Kritik:

“08/15-Gestampfe, schwer geklaut, 0h, nein, ‘tschuldigung, das heißt beeinflusst von Suicide Commando”

Wenn dies eine Anspielung auf den Opener “Höllenmensch” sein soll, der sich ein wenig in der Ecke “Bind, Turture and kill” bewegt, dem sei gesagt das Suicide Commando sich hierbei auch stark von sogenannten Dark- bzw Doomcore ( düstere Variante des Hardcore-Techno) Produktionen beeinflussen lies, die schon weitaus älter sind.

“powered diesmal von Jan L. persönlich, sonst einer der besten Künstler aus diesem Bereich. Warum man sich für so etwas hergibt, keine Ahnung.”

Ich musste gerade lachen, wo ich die Kritik von “Vodoo ritual” hier gelsen habe und diese dann hiermit verglichen habe. Zweierlei Maßstab ist da noch völlig untertrieben. Noisuf-X hat ja rein garnichts mit Techno zu tun Neeiiiinnn! Das Jan L. selber aus diesem Bereich kommt scheint dem Autor wohl gerade entfallen zu sein ;) Warum er sich für so etwas hergibt? Das kann ich vielleicht beantworten: Er sagte zu mir persönlich, dass ihm “X-tinction” gefällt!

“Irgendwann war Gothic doch mal so etwas von Düsterer Romantik, Gefühlen, Gedanken und Melancholie, garniert mit einem kleinen, feinen Hauch Weltabgewandtheit…”

Hierzu möchte ich mal ein kleines Zitat anbringen:”…so steht bei vielen EBM/ Electro/ Industrial zugewandten Personen nicht, wie bei den Gothics, der Rückzug in eine idealisierte Welt im Vordergrund, sondern die Konfrontation mit der Realität sowie die Auseinandersetzung mit gesellschaftskritischen Themen, wie sie beispielsweise im Punk vorzufinden sind.”

“Dass die reinen (!) Technoleute zu uns rüberkommen, ist ja schon eigentlich schlimm genug, dass wir sie reinlassen, noch schlimmer. Dass die aber bei uns auch noch Musik machen dürfen, das schlägt dem Fass die Krone aus.”

Nun dazu kann ich nur sagen, dass ich schon seit Jahren stark mit der Technoszene verwurzelt bin, aber mich gleichzeitig auch immer mit EBM/Industrial etc. beschäftigt habe. Dann ist es ja auch logisch, dass ich als Musiker versuche diese beiden Einflüsse zu verarbeiten. Die Tracks auf “X-tinction” entsprechen in etwa der Schiene die ich schon seit Jahren fahre! Monoton, hart und straight nach vorne, gepaart mit düsterer Atmosphäre und einem kleinen Hauch eines gesellschafts- bzw. menschenkritischen Samplekonzepts. Mehr nicht.

Dazu sei noch angemerkt, wenn ich mir einen anspruchsvollen, dramatischen Film ansehe, kann ich mich hinterher auch nicht darüber beschweren, dass der Film nicht lustig ist. So in etwa wird auch von “X-tinction” eine emotionale Tiefe eingefordert, die ein Album mit der Genrebezeichnung Industrial-Techno eben nicht erfüllen kann und auch nie wollte.

Im Gegensatz zu vielen meiner Genrekollegen hab ich kein Problem damit zu sagen wovon ich mich beeinflussen lasse und kennzeichne meine Musik auch bereits mit dem Begriff “Industrial-Techno” Wenn diese Musik von einem beträchtlichen Teil der Szene positiv aufgenommen wird umso besser. Ich baue lieber Brücken als Mauern. Und wenn ich hier lese wie sich ein paar Unverbesserliche zusammenrotten und sich gegenseitig zu ihren ach so geistreichen Kommentaren graturlieren, hat das für mich schon so eine Art Stammtisch-Attitüde. Alles was fremd ist, wird erstmal niedergemacht ohne sich näher damit zu beschäftigen. Ein typisch deutsches, kleinbürgerliches Spießerverhalten.

So genug geschrieben. Jetzt dürft ihr mein Album gerne weiter niedermachen ;)

Chainreactor am 15. Juli 2009 um 23:23

also ich freu mich schon drauf ins album reinzuhörn…x-rx hat mit stage 2 eine ähnlich zerreissende bewertung bekommen (von fenriz) und ich fand das album spitze…….jaaa, ich bekenne mich dazu :o

aber chainreactor nimms nich zu persönlich..fenriz gibt seinen kampf gegen diese art der musik einfach nicht auf..soll er weiter jedes album niedermachen welches in diese richtung geht..es gibt auch andere seiten mit objektiveren reviews (nich, dass ich was gegen die subjektivität der meisten reviews hier hätte…).

warum voodoo ritual hingegen so gut abgeschnitten hat versteh ich auch nicht…weil das zuerst da war? das wäre albern..

also wie gesagt..ich werd bei gelegenheit mal reinhörn und mich dann nochmal melden ~~ (wobei ich jetzt wohl auch zum abschuss freigegeben bin xD)

marco am 16. Juli 2009 um 00:02

Hallo Chainreactor,

Danke, dass du dich ebenfalls dazu äußerst. Es fordert schon viel Rückgrat, sich der Kritik zu stellen – Wenn daraus ein Dialog wird, umso besser. Dass Reviews gegen niemanden persönlich gehen, sollte klar sein – Das ist absolut nicht mein Stil. Der entscheidende Punkt bei “X-Tinction” ist jedoch, dass es nicht mein Geschmack ist. Gussi, der sonst für diese Art Electro zuständig ist (und der auch die X-Rx-Review geschrieben hat), wollte dieses Album nicht haben, ergo hab ich es übernommen, obwohl ich es eigentlich auch nicht wollte.

Du hast Noisuf-X angesprochen – Zu Noisuf-X habe ich eine ganz besondere Beziehung, nicht nur als riesiger X-Fusion-Fan, sondern auch weil Noisuf-X es einfach, finde ich zumindest, drauf haben, mehr als andere Kollegen. Ich höre Musik vieler verschiedener Genres (und unter uns, nach der anfänglichen Euphorie über ein neues X-Album fand ich es auch überbewertet mit 8 Punkten), von Goth Rock, 80s, Wave, Electro-Wave, Industrial, Synthpop, EBM usw., sprich vieles, was die Szene zu bieten hat. Und ich stehe der Techno-Industrial-Szene auch nicht komplett ablehnend gegenüber. Doch der Tenor von vielen, deren Meinung ich zu dem Album kenne (rusty, den ich als sehr guten Kollegen schätze, vielleicht sagen dir die Industrials was, Bieberpelz, Gussi und weitere), ist eben, dass das Album, trotz ganz guter Ansätze (letzter Absatz) sich nicht von weiteren Alben des Genres unterscheidet – viele erwähnten SAM. Das macht das Album für mich – Ich höre ja sonst andere Musik – nicht sonderlich genießbar. Es gibt nur ein paar wenige Acts, die mich durch Eigenständigkeit überzeugen können, leider gehört Chainreactor (noch) nicht dazu. Wenn man das ändern könnte, dann würde meine Review sicher schon anders aussehen, wenn das Album einen Wiedererkennungswert hätte – Da geht die Punktzahl nach oben. Seinen Wiedererkennungswert nur auf Samples zu reduzieren, ist für mich, als Hörer, zu wenig. Das machen eben X-Rx sehr gerne, mit denen ich ebenfalls auf dem Kriegsfuß stehe, was ich aber nicht weiter erläutern werde. Eine weitere Chance gebe ich immer gerne – Und ich bin mir sicher, wenn da weitere Entwicklungen stattfinden, wird das nächste Album auch auf jeden Fall ne bessere Punktahl erhalten.

Zum Thema Technoleute in schwarzen Clubs. Da bin ich tatsächlich etwas konservativ eingestellt. Ich finde einfach, dass Leute mit Amok-T-Shirts, Adidas-Schuhen und Jogginghose nix drin verloren haben, Leute, die z.B. auf Covenant Hardstyle/Jumpstyle tanzen, will ich einfach nicht sehen, und viele Leute teilen da meine Meinung.

@ marco: Bist du nicht, jedem das Seine ;) Aber die X-Rx-Review hat Gussi geschrieben.

Fenriz am 16. Juli 2009 um 11:42

“Und wenn ich hier lese wie sich ein paar Unverbesserliche zusammenrotten und sich gegenseitig zu ihren ach so geistreichen Kommentaren graturlieren, hat das für mich schon so eine Art Stammtisch-Attitüde. Alles was fremd ist, wird erstmal niedergemacht ohne sich näher damit zu beschäftigen. Ein typisch deutsches, kleinbürgerliches Spießerverhalten.”

Das ich mich mit diesem Album nicht intensiver befasst habe, dem kann ich zustimmen. Dafür war der erste Eindruck mir zu langweilig. Den Vergleich mit einem Stammtisch jedoch verbiete ich mir da ich letzt endlich das Review und den Text als angenehm bewertet habe.

Die Kommentare, die folgten, bezogen sich auf die Schreibweise von Fenriz und seinem Artikel. Wer dies liest, der wird unterhalten und bekommt einen Subjektiven Eindruck über jemanden, der diese Form von Musik nicht mehr hören kann. Da dieses Genre momentan leider sehr stark mit neuen Künstlern bombardiert wird, die nur selten wirklich gut sind, haben es natürlich sämtliche anderen neuen Künstler und Gerne-Vertreter schwer.
Nun wurde aber letzt endlich von uns nur das Review, das Fenriz sehr unterhaltsam geschrieben hat, Kommentiert. Denn das Review weiß zu gefallen, auch wenn ich in 98% aller Fälle nicht mit Fenriz einer Meinung bin.

Die Kritik sollte man daher nicht zu ernst nehmen, denn diese spricht letzt endlich auch nur die Leute an, die vermutlich ebenso über die Genre-Entwicklung denken.

Ein Künstler, der Musik veröffentlicht, sollte mit der Kritik leben, umgehen und beim Ball bleiben können. Wer dann noch unter die Gürtellinie geht, und dazu noch weitere mit in eine Tonne(Stammtisch) wirf, hat sich wohl leicht gehen lassen.

Bieberpelz am 16. Juli 2009 um 12:18

tach chainreactor ;)

schön, das du dich meldest.

ich gehöre zu den “unverbesserlichen”, die dein geistiges werk so “verreissen” wollen. was soll ich sagen.ich kenne das, wenn einem das eigene projekt verrissen wird. meist geschieht das leider hinter deinem rücken, insofern kannst du schon mal froh sein, das du hier wenn auch eine negative, so doch ehrliche kritik bekommst.

der punkt ist folgender: fenriz/alex steht beileibe nicht alleine mit der meinung da, das schwarz mittlerweile zu sehr in richtung techno abdriftet… ich baue da eben lieber mauern, und ich sage dir auch warum: techno = mainstream, schwarz = alternativ. und wenn man zu IRGENDWAS alternativ sein will, muss man eine grenze ziehen, zu das man alternativ sein will. eigentlich ganz einfach.

und jetzt sag ich dir mal was als tanzflächenfreak, der sich seit jahren auf den betonböden und alublechen des ruhrpotts seine knochen verbiegt und verknackst. du willst ja tanzbare mucke machen, also für leute wie mich. prima, schön und gut, gefällt mir auch. aber wo ist bitteschön der schwarze inhalt, wo ist der sinn hinter den einzelnen tracks ? für mich besteht ein brauchbares album aus mehr, als eine freesample webseite mit ostalgiesamples zu plündern und ein bissl bumm bumm drumherum zu stricken. gute schwarze tanzmusik zeichnet sich für mich durch folgende minimumanforderung aus :

1. tanzbar
2. düsteres klangbild
3. message (politisch/gesellschaftskritisch/etc…)

und deswegen schreib ich eher tactical sekt oder fgfc auf die wunschlist eines clubs, als x-rx, sam oder deine stücke. einfach, weil diese mucke wie n big mac is: im ersten moment machts satt, aber auf dauer isses nix gescheites.. diese stücke sind auch meist sehr schnell wieder aus den clubs raus.

was ich am schlimmsten finde, ist, das ihr nur noch sinnlose partymucke für technodeppen macht, die ihren scheiss style, ihre drogen und ihre hirnrissigen tanzstile in unsere clubs bringen.

was ist mit der welt um dich herum ? kriegst du nix mit ? wo sind themen wie jugendgewalt, das unsere soldaten in afghanistan verrecken, das eine endzeit vielleicht nicht durch einen atomkrieg, sondern, wer hätte das je gedacht, durch eine bankenkrise ausgelöst wird ? ich vermisse kurz gesagt, mehr hirn in der musik…

und auch ich krieg hass attacken, wenn ich shuffelnde hardstyler in den clubs sehe. für mich ist schwarzes tanzen mehr als nur mit den füssen auf der tanze hin und her zu glitschen. ich will den dunklen beat in den knochen spüren und denn alltäglichen wahnsinn auf dieser welt angemessen mit technik, ausdruck und power auf die tanze bringen…

ein schwarzer tänzer ist der gegenpart zu dem volk, was auf ruhr in love, mayday und co. abfeiert: düster und ein schwarzer boshafter schatten auf der tanzfläche, setzt wut, aggression und verzweiflung in der musik möglichst nah am track um. aber wie soll man das machen, wenn man von musikern wie dir nur so einen gedankenlosen krempel serviert bekommt ?

macht es bock aufs tanzen, wenn man am WE dann nur noch stücke wie “tanz schlampe” um die ohren gehauen kriegt ? möchte man als schwarzer mit loveparade deppen in einen topf geschmissen werden ?

davon ab, die schwarze gemeinschaft besteht nicht nur aus electros. und je dümmer und sinnfreier die musik wird, desdo weniger kommen wir mit unseren non-electro nachbarn klar. was ich auch vollstens verstehen kann ….

so, sieh das mal nich als verriss, sondern eher als appell, deinen tracks mal mehr substanz zu verpassen. leute wie ich warten nämlich sehnsüchtig darauf, das wieder künstler kommen, wo man die musik hört, gänsehaut kriegt und denkt : “oha, krasses thema, da hat sich echt einer gedanken gemacht!…” …

wenn du das hinkriegst, bin ich der erste, der an deinem merch stand ne CD kauft. vorausgesetzt, der preis iss nich zu unverschämt ;)

gruss,

rusty

p.s. : normalerweise bin ich lokalpatriot, der leuten aus nrw gern den vorzug gibt, aber selbst das kann ich bei dir nich…

zumindest nicht, wenn der chainreaktor unter einem musikalischem GAU leidet …

rusty am 16. Juli 2009 um 15:48

Von meiner Seite auch ein paar Worte:

“fenriz/alex steht beileibe nicht alleine mit der meinung da, das schwarz mittlerweile zu sehr in richtung techno abdriftet… ich baue da eben lieber mauern, und ich sage dir auch warum: techno = mainstream, schwarz = alternativ.”

Das kann ich so nicht unterschreiben, es gibt auch durchaus gelungene Verbindungen der beiden Genres Techno und Industrial… Aber es ist schwierig, sehr schwierig, immer noch einen gewissen Reiz in die Musik zu bringen und nicht grottigen Techno mit dem Stempel “SchwarzeSzene-Tauglich” zu fabrizieren, wie es beim letzten [X]-rX-Album geschehen ist.

Dazu sei gesagt, dass ich das erste Album sehr gut fand, und beim zweiten sehr enttäuscht war.

Nebenbei: Ein Verriss steigert die Popularität oftmals mehr als ein nur durchschnittliches Review. Und dieser Verriss ist sehr gelungen. Das wollte ich im ersten Beitrag in erster Linie ausdrücken, es ging mir nicht um das Niedermachen andererleuts Musikgeschmackes.

Freut mich sehr, dass hier eine Auseinandersetzung mit dem Werk und seinem Künstler stattfinden kann :)

Gussi am 16. Juli 2009 um 17:30

Das Lustige an dem ganzen ist dann noch, wenn man einen Bekannten aus der “Technoszene” beim tanzen trift und er einen erzählt, dass er mehr Techno bei uns in der “Szene” zuhören bekommt, als in seiner eigenen Szene! Muss man sich dann Gedanken machen?

Gorgal am 16. Juli 2009 um 18:04

Absolut.

Das Lost Sounds im Zwischenfall ist jeden 2. Samstag im Monat. Und ein Pflichttermin.

Fenriz am 16. Juli 2009 um 19:22

@gussi: wie gesagt: wenn die o.g. mindestvorraussetzungen erfüllt sind, bin ich schon voll und ganz zufrieden… mehr will ich ja gar nicht…

ja klar gibts auch gute beispiele, aber ich denke, du weisst, was ich sagen wollte ;)

rusty am 24. Juli 2009 um 01:11
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