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Dafür, dass die Seite und allgemeine Präsentation eine Katastrophe ist, habe die ein wirklich Interessantes Line-Up.
Kontrast, Staubkind, Metallspürhunde, Oomph! und Zeraphine wären schon geil

Bieberpelz am 08. Juni 2009 um 12:18

Rollfeld des Grauens/der Finsternis? Ich lache hart.

Fenriz am 08. Juni 2009 um 12:22

Die Macher versprachen ein Rollfeld des Grauens – und haben ihre Drohung mehr als wahr gemacht! Mal abgesehen von der Tatsache, daß die Webseite eine einzige unprofessionelle Katastrophe ist, auf der alle Informationen zwischen wild blinkenden Bannern und vollmundigen Ankündigungen versteckt sind, ging es gleich mit der abstrusesten Kartenbestellung weiter die wir je erlebt haben. Denn nachdem als Bestellbestätigung lediglich eine Kopie des Eingabeformulars gemailt wurde, ohne irgendwelche Betreffangaben wie Bestellnummer etc. haben wir schon mit gemischten Gefühlen überwiesen.Natürlich kam es wie es kommen musste – die Karten waren nach 3Wochen immer noch nicht im Briefkasten und wir wurden nach 4 kostenpflichtigen Telefonaten dann auf eine Liste am Einlass geschrieben daß wir bezahlt hätten. So weit so gut. Belustigend weiter ging es bei der Parkplatzsuche auf dem Gelände, denn dank fehlender Ordner (diese tummelten sich allesamt vergnüglich am Kassenwagen – lag wohl an der blonden Frau im roten Pulli…) bzw. Hinweisschilder landeten wir erstmal auf dem (mit bereits 10 aufgestellten Zelten – und das 17:30! ;-) ) Zeltplatz stiegen aus und wurden dann 100Meter weiter von einem A4 Schild überrascht, welches auf den eigentlichen Parkplatz verwies… Wir flugs wieder ins Auto um noch einen guten Platz zu sichern – denn der Veranstalter sprach von einem “breiten Publikum aus nah und fern” und auf “Hochtouren laufendem Kartenverkauf” – und wurden auch gleich von einem sehr gewissenhaften “Parkboy” bestimmt darauf hingewiesen doch etwas näher an die 5 schon parkenden Autos heranzufahren… Dieses machte auch Sinn, denn sonst hätte der ca. 3000 PKW fassende Platz nicht mehr für die 21 sich gegen 23:00Uhr angesammelten Autos gereicht :-) Wie uns aus verschiedenen Händlerquellen berichtet wurde, rechnete man mit 10.000! Gästen, laut unserer großzügigen Schätzung (durch Fotos belegt) waren allerhöchstens 400 Gäste anwesend. Womit wir schon beim Thema Größenwahn und Dekadenz wären. Wie sonst ist es zu erklären ein völlig unbekanntes Festival in diesen Dimensionen aufzuziehen. 28Bands, 2 Bühnen, davon 2500m² extra überdacht… Unter anderem wurden zahlreiche Händlerstände versprochen – wir haben exact 5 gezählt!! Alles stand verstreut, die Händler können einem wirklich leid tun und ich glaube nicht, daß sich nach diesem Minusgeschäft noch jemals einer nach Großenhain verirrt. Eine Farce auch, daß sich, laut Webseite, “die Zusammenarbeit mit den Behörden sowie der Polizei unkompliziert gestaltet”. Ich meine warum schreibt man soetwas auf eine Webseite? Das interessiert doch keinen, es sei denn man will schon im Vorfeld aufgrund von Gerüchten bzw. Vorfällen abwiegeln… Prompt fand unsere Vermutung im Punkt 22Uhr erscheinenden Ordnungsamt Bestätigung, welches auch gleich die 2te Bühne wegen Lärmbelästigung sperrte! Da sich die Anfangszeiten der Bands in einem abstrusen Chaos verzögerten und sich alle gefühlten 15min änderten (und es weder ein Programmheft geschweige denn einen aktuellen Ausdruck gab) kam es zu der völlig irren Situation, daß HEADLESS zwar noch den Soundcheck absolvierten, dann aber nach einer 3/4 Stunde des Wartens ihre Gerätschaften wieder abbauen durften um unverrichteter Dinge nach Hause zu fahren! Man kann den wirklich sehr sympathischen Jungs nur wünschen das sich das nicht negativ auf sie auswirkt wenn die Leute, welche nicht dabei waren aus den aufgeschnappten Fetzen wieder wer weiß was erzählen… Auch der KONTRAST-Frontmann Roberto verließ kopschüttelnd das Festivalgelände in Richtung Finsternis… Uns war sofort klar warum der Sonntag unter dem Motto “Rollfeld der Finsternis” firmiert, denn nach Anbruch der Dunkelheit brach man sich sämtliche Knochen auf der Suche nach dem Ausgang aufgrund fehlender Beleuchtung des doch sehr weitläufigen Areals. Der ein oder andere wird sicher noch immer irgendwo herumirren…

Zusammenfassend kann man also sagen, daß hier wohl jemand zu sehr die Institution des MeraLuna-Festivals zu Kopf gestiegen ist und mal wieder die Geldgier vor der Vernunft gesiegt hat. Man kann eben mal nicht schnell einen Flugplatz mieten und ein Event dieser Größenordnung aus dem Boden stampfen, schlechte Werbung mit drittklassigen Plakaten, Webseiten und hohlen Versprechungen machen und dann davon ausgehen, daß 10000 Leute herbeiströmen. Zumal die Festivalsaison vorbei und das Geld dafür von den potentiellen Besuchern längst ausgegeben ist. Wir persönlich werden uns mit einem Schreiben an den Veranstalter wenden und einen Teil unseres Geldes aufgrund vorenthaltener Leistungen udn Vertragsbruch zurückfordern, schließlich wurden mehrere Bands ersatzlos gestrichen!

Erwähnen möchten wir noch den wieder grandiosen Auftritt von CEPHALGY und bedauern die Sonnenbrillenzerstörung – der gute Jörg hat eben wieder alles gegeben :-) Auch reADJUST konnten mit einem sehr gefälligen und tanzbaren Auftritt glänzen – da werden wir auf jeden Fall dranbleiben. Gefreut hatten wir uns auf KONTRAST und THE PROMISE denn beide Bands sieht man nicht alle Tage – umso größer die Enttäuschung vor allem bei THE PROMISE die nun auch der Unsitte verfallen sind wunderschöner elektronischer Musik mit Elektrogitarren und Schlagzeug allen Zauber zu nehmen. Schade! Wir werden also weiterhin in unseren schönen Erinnerungen ans Gothhard-Festival in der Schweiz schwelgen müssen…

Soweit unser Eindruck vom Samstag, vielleicht möchte hier noch jemand seine Eindrücke von Sonntag zur Verfügung stellen? Man kann sich nur wünschen, daß alles besser wird. Man darf gespannt sein, ob es für dieses Festival eine Zukunft gibt – eine Lineup dafür steht zumindest schonmal…

Name: ist unten eingeblendet am 12. September 2009 um 13:50

grüssen möchte ich noch Pavel, den Weinverkäufer, dem ich für den Sonntag mit neuem Standort ein besseres Geschäft wünsche als am “Katastrophensamstag” – wir melden uns per mail :-)

Name: ist unten eingeblendet am 12. September 2009 um 13:57

Vielen dank für deine Umfangreiche Ausführung der Geschehnisse, so kann man sich ein gutes Bild von einem Event machen das Augenscheinlich trotz eines guten Line-Up´s mehr als negativ verlaufen ist.Das ist zum einen sehr wichtig um den Veranstalter Paroli zu bieten und anderen Fans eine riesen Entäuschung zu ersparen.Ich würde genau so handeln und den Veranstalter anschreiben, obwohl ich jetzt schon weiß das dabei nichts rum kommen wird ,leider.

Seelenfaenger am 12. September 2009 um 16:34

…einfach das Wort Sonnabend durch Freitag und Sonntag durch Sonnabend ersetzen, dann stimmts wieder – vielleicht hats jemand bemerkt :-)

Name: ist unten eingeblendet am 14. September 2009 um 20:12

Ui – hier malt aber einer ganz schön schwarz. wenn man das durchliest bekommt man ja den eindruck das dieses festival absolut in die hose gegangen ist. Nun da ich aber selbst vor ort war kann und will ich das so nich stehen lassen. zumindest was den samstag betrifft.
es gibt mehrere Punkte in denen der vorredner hier recht hat. Wenig leute, schlechte plakate, fehlende beleuchtung und nur 5 händlerstände sind tatsachen, die ich so bestätige. ich geb ihm recht und verstehe es vollkommen, das er als festivalbesucher ziemlich angepisst von dem erlebten ist. was mir aber stinkt ist die tatsache, dass hier so ziemlich alles ins negative gezogen wird und einfach das ganze festival als Farce hingestellt wird, denn das war es nun mal definitiv nicht!
lief am FREITAG noch so einiges schief was vorbereitungen und durchführungen (siehe z.b. Streichung der bands auf der 2. Bühne) klappte das Festival am samstag um längen besser.
ein straff organisierter und auch konsequent durchgestzter bühnenablauf (auf beiden bühnen)
sorgte für eine permanente beschallung der festivalbesucher rund um die uhr.
und die auftretenden bands lieferten allesamt großartige auftritte ab.
(Egal ob eher elektronisch oder gitarrenlastig, das ist eh geschmackssache)
Dabei wurden sie licht- und tontechnisch bestens in szene gesetzt! Das sollte an der stelle mal nicht unerwähnt bleiben.
Und mit der letzten instanz hatte man auch einen würdigen ersatz für die krankheitsbedingt abgesagte band oomph gefunden. Einfach ein klasse Konzert was da abgeliefert wurde.
Viele der bands mit denen ich gesprochen habe äußerten sich ebenfalls positiv über das
Festival.
Und von “mal wieder die Geldgier vor der Vernunft gesiegt hat” kann überhaupt keine rede sein. Nur ein paar beispiele:
- Licht und Tontechnik des festivals hielten locker mit anderen großen Festivals mit und kosten dementsprechend.
- Die bands haben alle ihr geld erhalten (lt. aussagen einzelner bandmanager) und das bei einem line-up in dieser Größenordnung.
- und bei einem wochenendticketpreis von rund 30 eus kann man wahrlich nicht von geldgier sprechen selbst wenn 3000 besucher erschienen wären.
Ich wünschte mir eigentlich mehr toleranz und in gewisser weise auch einen dank an den veranstalter, das er versucht ein festival dieser szene hier in dieser sonst szeneveranstaltungsarmen region zu etablieren. den mut muss man erstmal aufbringen.
Hat auch, in meinen augen, nichts mit größenwahn zu tun, denn leider ist es in der verkommerzialisierten Gesellschaft heute so das nur große namen noch leute aus verschiedenen richtungen auf eine veranstaltung locken, und kleinere Festivals grade hier in der region weniger chancen haben leute zu ziehen. (oft genug erlebt)
trotz aller kritikpunkte sollte man einen gewissen grad an anerkennung des enorm geleisteten anbringen. Jetzt heißt es das vergangene 1. Rollfeld-Festival auszuwerten und die fehler bei einem 2.rollfeld-festival einfach nicht mehr zu machen. Deshalb sind auch solche Kritiken, wie die des Vorredners, durchaus angebracht wenn sie konstruktiv und nicht einseitig sind. das hilft dem veranstalter eben diese fehler auszumerzen.
und vllt sollte man mal bedenken, das genau das dazu beiträgt, das ein grad entstehendes festival, schon einen negativen touch bekommt, wenn man aus frustrierter stimmung heraus einen solchen bericht verfasst und somit leute, die diesen lesen, schon gar nicht die lust bekommen das festival im nächsten jahr zu besuchen und somit zum gelingen dessen beitragen! schade das der vorredner den festivalsamstag nicht miterlebt hat, denn das würde seine meinung mit sicherheit ein wenig ändern. :-)
(Nein, ich gehöre weder zu den Veranstaltern noch zu den technikern dieses Festivals! ich äußere hier lediglich meine meinung und möchte auch niemandem zu nahe treten.)

nephilim am 15. September 2009 um 07:56

hey jetzt kommt ja hier mal Fahrt auf ;-)
soweit sogut,
leider hab ich die Tage in meinem Bericht einwenig durcheinandergebracht und eben nur vom Freitag berichtet – Samstag war ich nicht da, hab mir aber auch berichten lassen daß der Ablauf an jenem um einiges besser war, jedoch eher noch weniger Leute als am Freitag anwesend waren. Nichts für ungut also. Ich stimme voll zu, daß zumindest auf der großen Bühne eine perfekte Ton- und Lichttechnik gefahren wurde. Leider war aber am Freitag der Pegel an Bühne 2 defintiv zu hoch, so daß man es selbst am Mischpult 50m entfernt kaum aushielt. Auch finde ich es konstruktiv nicht gut gelöst daß der Sound der großen Bühne den Artisten hier in den Rücken schallt. Das die Bands ihre Gage im Vorfeld bekamen ist mir bekannt, ehrt natürlich den Veranstalter, wollt ich aber nicht extra erwähnen. Alles in allem wünsche ich allen Beteiligten ihre Schlüsse zu ziehen und hoffe auf den Lerneffekt damit es im nächsten Jahr besser läuft. Erste Rückmeldungen eines Standbesitzers vermelden wenigstens ein +/- 0 Geschäft, was unter den Umständen mehr als in Ordnung ist. Meine persönliche Meinung ist das ein Festival wachsen und sich entwickeln muß-von daher einerseits mein Unverständnis über die Dimension, aber auch eine gewisse Anerkennung den Mut, so etwas durchzuziehen, betreffend. Als Festivalgänger (dieses war mein 8tes dieses Jahr) hat man natürlich entsprechende Vergleichsmöglichkeiten und bezieht die Veranstaltung in Großenhain unweigerlich auf´s MeraLuna. Für mein Empfinden hat das Rollfeld des Grauens aber das Elekktroschock noch unterboten! Sorry!
Obwohl es schon geil war ein Welle-Konzert mit 20m² Tanzbereich pro Person zu erleben :-)

Alles wird gut!

Name: ist unten eingeblendet am 15. September 2009 um 17:10

Mal abgesehen davon fängt alles mal klein an. Ich war im übrigen auf der Seite des Veranstalters. Die hat sich sehr verbessert und ist nun weitaus ansprechender als die vorherige. Auch ist eine eigene “Rollfeld 2010″ eingerichtet worden und es wurden schon einige viel versprechende Bands bestellt.
http://radio.schwarzes-brandenburg.de/rollfeld.html

Des weiteren würde ich ein gerade erst angelaufenes Festival nicht mit schon Vielgerühmten-wie dem Mera Luna- vergleichen.

Alles in allem fand ich es trotz der fehlenden Besucher sehr schön. Die Musik war spitze. Über Elektro und Rock kann man streiten, die Geschmäcker sind verschieden. Ich hoffe inständig darauf dass es nicht so bleiben möge und die Veranstalter für die Zukunft etwas gelernt haben.

Elleshar am 16. September 2009 um 16:13

wie war das gleich nochmal mit den Backstagekarten/Aftershowpartys für 90€ – hat da jemand Erfahrung oder gar ne Karte gekauft? Würd mich mal interessieren was da so ablief?

Name: ist unten eingeblendet am 21. September 2009 um 22:41
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